Facebook

Facebook ist allseits bekannt.

Facebook verdient Geld mit Werbung. Je länger wir auf Facebook sind, desto mehr verdient Facebook. Je genauer die Werbung geschaltet werden kann, desto mehr verdient Facebook, daher sammelt Facebook Informationen über ihre Nutzer.

Je mehr Facebook über mich weiß, desto einfacher kann Facebook mich manipulieren. Insbesondere dann, wenn niemand weiß, was Facebook mir zeigt, bzw. nicht zeigt.

Facebook ist mittlerweile so groß, dass man kaum mehr drum herum kommt.
Wir sind in die Facebookfalle gegangen. Facebook kann sich erlauben, die Datenschutzbestimmungen zu ändern, um seinen Kunden noch mehr Informationen über uns anzubieten.

Facebook hat große Macht: es kann bestimmen, was wir sehen. Diese Macht liegt bei einer Person und den Geldgebern. Wir können nichts machen.

Es wird Zeit die sozialen Netzwerke zu reformieren und die Macht in die Hand der Nutzer zu legen. Bei Facebook wird es sehr sehr schwer, bei den Nachbarschaftsnetzwerken können wir noch was machen.

Zurecht wollen immer weniger Leute auf Facebook sein, Polly & Bob stellt für den lokalen Bereich eine echte Alternative dar.

 

Nextdoor.com

Nextdoor.com hat sich aufgemacht, die Facebook Erfolgstory im Bereich der Nachbarschaft zu wiederholen. Zusätzlich kann hier sogar die Werbung genau lokalsiert werden, da die Adresse des Nutzers verifiziert wird: harte Daten für die Werbekunden. Ein Feature das Facebook erst seit der Einführung des Messenger so richtig bedienen kann. 210 Millionen Dollar an Venture Capital sind in dieses Unternehmen geflossen. In den USA gibt es schätzungsweise 10 Millionen Nutzer. Nextdoor ist bereits in den Niederlanden aktiv und wird sicher bald auch in Deutschland antreten.

Das Geld der Investoren soll mit Werbung zurückverdient und natürlich mit einem vielfachen Gewinn versüßt werden.

Bei Nextdoor werden Nachbarschaften regional abgegrenzt und man ist dann Teil der Nacbarschaft dieses Gebiets.

Nextdoor ist natürlich auch kostenlos wie Facebook. “Für immer kostenlos” … und genauso verkauft wie bei Facebook. Es wird Zeit die Nutzer zu Kunden und Eigentümern zu machen und nicht mehr als Produkt zu verkaufen. Wie lange wolle wir uns das noch gefallen lassen?

 

Nebenan.de

Nebenan.de ist im Grunde ein Kopie von Nextdoor.com. Einige findige Internetunternehmer wittern Rendite. Bisher konnten stattliche 6 Millionen Euro an Venture Capital eingefahren werden. Eine erste Runde mit 500.000 Euro und eine zweite Runde mit 5.500.000 Euro mit Namenhaften Venture Capitalists wie Lakestar und dem Burda Verlag.

Nicht nur das Nachbarschaftskonzept auch die Business Idee ist übernommen: “Langfristig soll Werbung lokaler Einzelhändler Geld in die Kassen spülen.” Zitat aus Gründerszene November 2015. Daher natürlich auch (wie bei Nextdoor.com) die Verifizierung der Nutzer: die Ware muss stimmen. Auch die Art und Weise, wie Nachbarschaften gebildet werden ist kopiert. Kostenlos ist es natürlich auch.

Nebenan.de rühmt sich gerne mit guten Datenschutzbestimmungen: das Targeting, also die zielgerechte Werbung auf Basis von Nutzerdaten wird dabei nicht untersagt. Nutzer können hier natürlich nicht mitbestimmen. Was würden die Investoren dazu sagen. Nebenan.de zeigt sich natürlich von seiner besten Seite, sie würden die Datenschutzbestimmungen nicht ändern und außerdem sei das Unternehmen sowieso nicht viel wert, mit derartigen Datenschutzbestimmungen. Die institutionellen Investoren haben ihre menschliche Seite entdeckt? Wer weiß, was mit den bereits rückständigen Datenschutzbestimmungen passiert, wenn das Unternehmen komplett an die Investoren oder an andere (Facebook, Nextdoor?) verkauft wird?

Was von den Machern von Nebenan.de zu halten ist, kann man vielleicht daran ablesen, dass sich einer der Gründer, Michael Vollmann, die Domain Pollyandbob.de gesichert hat: link. Zeitweise war diese sogar auf Nebenan.de umgeleitet. Dass die Zettel an den Haustüren zwar mit Namen von Nachbarn versehen sind, aber nicht von ihnen aufgehängt werden, sondern von bezahlten Nebenan.de Kräften kommt in diesem Artikel raus. Hier steht auch das Nebenan.de Fake Testiomonials auf ihrer Webseite benutzt.

Christian Vollmann und Mark Zuckerberg
Photo: Mark Zuckerberg und Nebenan.de Gründer Christian Vollmann

Wir wollen nicht alle über einen Kamm scheren, aber auch bei den Investitionen von 6 Millionen Euro kann man sehen, was da gespielt wird. Um ein soziales Unternehmen handelt es sich jedenfalls nicht.

Was Nebenan.de den Freiwilligen erzählt, die sich für ihre Nachbarschaft einsetzen? Wenn die wüßten, wer alles an ihrem Einsatz und Herzblut verdient… “Immerhin”, die Nutzung der Plattform ist kostenlos und es gibt noch fast keine Werbung, erst langfristig kommt dann ggf. etwas mehr… wenn alle Konkurrenzdomains aufgesogen sind… 😉

Interessant wird es, wenn Nextdoor gegen den Klon antreten wird und auf den deutschen Markt kommt. Wird Nextdoor Nebenan kaufen oder wird Nebenan gewinnen oder wird sich eine wirkliche Alternative durchsetzen, die sich als non-profit und Genossenschaft wirklich für die Nachbarschaft einsetz?

Es liegt an uns, wollen wir ein zweites Facebook oder eine wirkliche Alternative?

BlaBlaCar und die Sharing Economy

Blablacar ist eine Plattform, auf der Mitfahrgelegenheiten vermittelt werden. Gestartet als schöne Idee der Sharing Economy hat sich BlablaCar mittlerweile – unterstützt von 336 Millionen $ Venture Catpital – in diesem Bereich durchgesetzt und den Markt bereinigt. Jetzt gibt es nur noch BlaBlaCar.

Damit die Investoren ihr Geld + Rendite zurückbekommen, wurden mittlerweile Gebühren eingeführt. Die Gebühren sind aber nicht das strategische Ziel von BlaBlaCar. Das richtige Geschäft wittern die Macher mit Informationen über die Nutzer. Die Gründerszene zitiert den Firmengründer Nicolas Brusson im April 2016 so: “Man muss sich einmal vorstellen, wie viel wir über eine Person aussagen können, wenn 100 Leute ihre Bewertung abgegeben haben, nachdem sie alle stundenlang zusammengesessen haben. In fünf bis zehn Jahren können wir andere Dienstleistungen auf diesen Informationen aufbauen.”

Was als schöne Idee der Sharing Economy gestartet ist, die Autos besser zu nutzen, ist zum Beispiel einer Digitalisierung geworden, die so keiner wollen kann.

Wir brauchen Plattformen, die den Nutzerinnen gehören, damit diese bestimmen können, was mit den Informationen passiert.

Wozu sollen die Investoren reich werden, wenn man das Geld in die Entwicklung von besseren Angeboten und in günstige Angebote – in unserem Fall: in die Belebung der Nachbarschaft – stecken kann?

Daher gründen wir die Polly & Bob Genossenschaft, die beides garantiert, Mitbestimmung und jeder Euro und jede freiwillige ehrenamtliche Unterstützung kommt der Gemeinschaft zu Gute und keinen Investorinteressen.

 

 

Meetup.com

Ist ein interessantes Online-Werkzeug um Gruppen in der Stadt zu organisieren und Veranstaltungen zu bewerben. Werkzeug, deshalb, weil es eben nicht kostenlos ist: Gruppenadmins zahlen mindestens 5 Euro pro Gruppe und Monat. Einfache Gruppenmitglieder zahlen nicht. Die Software funktioniert wirklich gut und das Businessmodell funktioniert auch: seit 2009 werden satte Gewinne eingefahren.

Gewinne, die wir bei Polly & Bob natürlich nicht brauchen und in den Aufbau der Nachbarschaft stecken würden.

Unser Modell für die Nutzung von Gruppen ist hier ähnlich, allerdings wesentlich günstiger. Bei uns kann man für 2 Euro im Monat nicht nur eine sondern soviele Gruppe öffnen und soviele Veranstaltungen posten, wie man möchte. Damit sind wir wesentlich günstiger. Die Gruppenmitglieder können die Gruppenfunktion kostenlos nutzen. Mehr Leute in der Nachbarschaft erreicht man wahrscheinlich mit Polly & Bob, bei Meetup trifft man nur Leute, die auch schon in anderen Gruppen sind. Zusätzlich hat Polly & Bob natürlich noch viel mehr zu bieten als Gruppen allein. Das wirkliche Nachbarschaftsfeeling gibt es nur bei uns.

 

 

Couchsurfing

Couchsurfing vermittelt kostenlose Übernachtungen “auf der couch” bei anderen Couchsurfern. Alle liebten Couchsurfing. Eine echte Community von Helfern und Hilfe von Mensch zu Mensch war entstanden. Eine Community, die herausgefunden hat, wie bereichernd es ist, sich für Fremde zu öffnen. Eine Community, die viel gegeben hat und dieses Gefühl einer Bewegung vermittelt hat, eine wirkliche Alternative zu dem Konsum und Kommerzzwang unserer Zeit. Wunderbar. Couchsurfing hatte das geschafft, was wir mit Polly & Bob auch schaffen wollen: eine Kultur zu errichten, die auf Offenheit, Spaß und Gegenseitigkeit ausgerichtet ist und eine Zukunft verspricht, die anders und besser ist.

Doch dann kam 2011 der große Einschnitt: mit dem Wechsel der Unternehmensform wurden Investoren ins Boot geholt, das Management wurde ausgetauscht, die Datenschutzbestimmungen ausgetauscht. Seit dem hat Couchsurfing viel, wenn nicht alles von seinem Glanz verloren. Viele Nutzer wenden sich enttäuscht ab, die Kultur kaputt.

Damit uns nicht das dasselbe passieren kann, wird Polly & Bob in einen Genossenschaft überführt. Wenn das Netzwerk den Nutzern und Mitgliedern gehört, können diese entscheiden, legal durchsetzen und verhindern, was bei Couchsurfing nicht möglich war.

 

 

Spontacts

Eine Plattform des aus dem VOX Format “die Höhle der Löwen” bekannten Investors und Eventunternehmers Jochen Schweitzer. Spontacts verspricht, spontan Mitmacher für Veranstaltungen zu finden. Dazu ist die Webseite mit Werbung zugepackt und gehört zu den sozialen Netzwerken, das von den Informationen ihrer Nutzer profitiert.

Bei uns findet man auf der Plattform natürlich genauso spontan Mitmacher für Aktivitäten. Wer dies werbestörungsfrei genießen möchte und sich – neben dem Spaß – auch ein bisschen mehr für echtes Miteinander in der Nachbarschaft und zukunftsgestaltende Projekte interessiert, der ist natürlich bei Polly & Bob besser aufgehoben.

 

 

Ebay Kleinanzeigen

Auf Ebay Kleinanzeigen findet man lokale Anzeigen. Warum nicht in der Nachbarschaft kaufen? Ebay ist kostenlos, dafür gibt es Werbung und dasselbe Datensammelproblem wie bei Facebook.

Der Fokus von Polly & Bob liegt auf Tauschen und Teilen und der Begegnung mit Nachbarn. Deshalb organisieren wir Hinterhofflohmärkte und offline Tauschmärkte, um unseren Reichtum besser zu teilen. Wer seine Sachen über die Plattform verkaufen möchte, kann das auch werbefrei tun und sorgt dafür, dass die Sachen in der Nachbarschaft bleiben und so vielleicht auch neue Kontakte in der Nachbarschaft knüpfen und weiter verbunden bleiben. Jedenfalls braucht man dann Ebay Kleinanzeigen nicht mehr, wenn wir genügend Nachbarn auf der Seite finden.

 

 

Craigslist

Craigslist eine von Craig Newmark 1995 gegründete und weltweit erfolgreiche Anzeigenwebseite. Diese kommerzielle Webseite finanziert sich über Entgelte für bestimmte Anzeigen, die meisten Anzeigen sind kostenlos. Craigslist is seit 2004 zu 25% in Besitz von Ebay und operiert hochprofitabel.

Der Unterschied zu Polly & Bob ist nicht nur das Design, das bei Craigslist seit Jahren sehr einfach daher kommt, und dass wir keine Gewinne erzielen wollen und gerade unabhängig bleiben wollen von den Ebays dieser Welt, sondern das Nachbarschaftsfeeling. Bei uns geht es um den Aufbau von Gemeinschaften und dem Gefühl, dazu zu gehören und in der eigenen Nachbarschaft anzukommen. Die Anzeigen bei Polly & Bob dienen dazu, offline in Kontakt zu kommen.

Bei Anzeigen ist Craigslist recht gut, insbesondere wenn es um Englisch sprachige Anzeigen geht. Wer mehr Nachbarschaft sucht, ist auf jeden Fall bei Polly & Bob auf der richtigen Plattform gelandet. 🙂

 

 

Friendscout24 und andere Dating Apps

Polly & Bob ist keine Dating Plattform. Bei uns lernt man ganz einfach Menschen aus der Nähe kennen und zahlt dafür 2 Euro im Monat und keine 29 Euro wie bei Friendscout 24. Ob man auf Polly & Bob eine Partner fürs Leben finden kann? Es sind bestimmt auch Singles auf der Plattform, das kennenlernen läuft allerdings eher oldschool. Man trifft sich eher zufällig und schaut was passiert, ohne den Druck des sich jetzt kennenlernen müssens.

 

 

Fairleihen.de

Fairleihen.de ist eine Plattform zu ver- und ausleihen von Sachen. Eine Plattform, die wir sehr empfehlen können. Sie ist kostenlos, gemeinnützig und dennoch ohne Werbung.Was fehlt ist noch der Umbau zu einer Genossenschaft, um die Mitbestimmung auf breitere Beine zu sellen. Fairleihen ist auf jedenfall ein Kandidat für eine Kooperation, worüber wir auch schon mal drüber gesprochen haben.

www.fairleihen.de

 

Berlin im Wandel

Wer an Wandelprojekten und Inhalten zum Thema Nachhaltigkeit interessiert ist, sollte unbeding mal bei Berlin im Wandel vorbeischauen. Hier findest du eine Karte mit Wandelprojekten und immer wieder neue, interessante Inhalte zum Thema Nachhaltigket.

www.berlinimwandel.net

 

 

Polly & Bob

Mit unserer Plattform kann jede/r mit interessanten Menschen in seiner Umgebung in Kontakt kommen, Sachen tauschen und teilen, kaufen, verkaufen, Hilfe bekommen, anbieten, Veranstaltungen anbieten und finden, Gruppen öffnen und beitreten oder einfach sehen, was in der Nachbarschaft passiert. Und natürlich: jeder kann über die Geschicke der Plattform im Nachbarschaftsgremium mitbestimmen.

Durch den großen Einsatz der Helden der Nachbarschaft, die wir in den Lokalgruppen unterstützen, wird die Nachbarschaft wirklich belebt. Natürlich bleiben wir non-porift, damit gerade diese Unterstütung zu 100% den Nachbarschaften zu Gute kommen.

 

Mehr als eine Plattform – eines von 4 Standbeinen

Die Plattform ist ein Teil neben 3 anderen Standbeinen

  1. Veranstaltungen und eigene Formate
    Wir werden weiterhin viele schöne Veranstaltungen anbieten und neue Veranstaltungen entwickeln. Das sind lokale aber überregionale Veranstaltungen.
  2. Lokalgruppen
    Lokalgruppen sind unsere offline Anlaufpunkte, die die Nachbarschafts beleben wollen, für die Helden der Nachbarschaft.
  3. Globales Netzwerk der Helden der Nachtbarschaft
    Hier verbinden wir die Helden der Nachbarschaft überregional, so dass sie sich gegenseitig helfen und unterstützen. Gute Ideen werden ausgetauscht und verbreitet.
  4. Plattform
    Alle Mitglieder finden hier eigenständig Zugang zur Nachbarschaft.
    Lokalgruppen erreichen ihre Nachbarschaft auf der Plattform.

 

 

Das Digitale richtig Machen

Wir bauen das erste soziale Netzwerk, dass den Nutzern gehört. Damit diese selbst über Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen bestimmen können.

Wir nutzen das Internet als Werkzeug und lassen uns nicht von ihm für Werbezwecke benutzen.

Wir bleiben unabhängig von Investoren.

Jeder eingenommene Euro kommt der Nachbarschaft zu Gute und nicht irgendwelchen Investoren.

 

Vorschau – Polly & Bob Plattform

 

Erklärvideos

zu den Erklärvideos hierlang: link